Impressionen vom Laternenumzug am 13.11.2019

Martinsfest der Kita

Links

(1/23)
Rechts

Da die Ansprache von Nina Nicklas-Bergmann für viele nicht gut zu hören war, hier noch einmal ihr Text:

Liebe Eltern, liebe Kinder,

wir feiern St. Martin
wir kommen zusammen und hören die alte Geschichte von Martin und dem Bettler, die uns eine Erzieherin und eine Mama gleich noch einmal vor Augen führen werden - in diesem Jahr sogar mit Pferd.., Wir singen Laternenlieder und gehen Laternelaufen, wir tragen die Lichter, die Ihr, liebe Kinder, in den letzten Tagen und Wochen gebastelt habt, durch die Dunkelheit.

Ich finde, das ist ein schöner Brauch.
Für mich bedeutet, es aber noch mehr:
wir alle brauchen es immer wieder, dass uns jemand ein Licht anzündet in der Dunkelheit. Wir alle brauchen immer wieder Menschen, die nicht vorübergehen, die wahrnehmen, was uns bedrückt und beschäftigt.
Wir alle brauchen immer wieder, jemanden, der unsere Not sieht und für uns da ist. So wie Martin für den Bettler. Und gerade jetzt, in der dunklen Jahreszeit spüren wir das vielleicht mehr als sonst.
Wir alle brauchen jemanden, der uns ein Licht anzündet.

Gleichzeitig aber kann uns die Erinnerung an Martin von Tours aber auch wieder neu ermutigen und anstiften, dass auch wir - wie er - mit einem weiten Herz und offenen Augen für die Nöte anderer Menschen durchs Leben gehen. Dass wir uns nicht abschotten und abstumpfen, sondern uns anrühren lassen, dass wir helfen, dem anderen zur Seite stehen, für ihn da sind, dass wir teilen, was wir haben, was uns gegeben ist.

In einem Laternenlied heißt es:
"Vergiss den andern nicht, drum brennt das kleine Licht."
Es ist nur ein kleines Licht, aber es bringt Wärme und Helligkeit ins Dunkel.
So mögen uns die Laternen daran erinnern und dazu ermutigen, selbst Lichtbringer und Lichtbringerinnen zu sein.

Ein letzter Gedanke: die Legende vom Heiligen Martin erzählt, dass Martin in der Nacht nach der Begegnung mit dem Bettler einen Traum hatte. Durch diesen Traum versteht Martin, dass ihm in diesem Bettler Jesus selbst begegnet ist.
Martin hat erlebt, was im Matthäusevanglium so formuliert ist: Jesus sagt:
Was ihr getan habt diesem, einem von meinen geringsten Brüdern und Schwestern, das habt ihr mir getan.
Da wo wir uns anrühren lassen von der Not, begegnet uns Gott selbst, so verstehe ich das. Aber auch: Gott lässt die Leidenden nicht allein, ist und bleibt bei ihnen, ja solidarisiert sich gerade mit ihnen. Gott ist und bleibt bei uns - auch dann, wenn Furchtbares passiert, wenn uns der Boden unter den Füßen weggezogen ist. Auch dann ist Gott da - Quelle von Kraft und Zuversicht, Mut und Hoffnung, Licht in der Dunkelheit.

Ich möchte ein Gebet sprechen:
Unser Gott,
wir danken dir für diesen Abend,
für die fröhlichen Stunden miteinander.
Wir danken dir für alles, was unser Leben hell und fröhlich macht.
An dein Herz legen wir alles,
was es dunkel macht
bei uns
bei anderen
Und wir denken heute auch besonders an Jann und seine Familie:
sei du bei Janni, behüte und beschütze ihn.
Sei du bei Paula und seinen Eltern und gib ihnen Kraft und Hoffnung.
Sei bei uns allen mit deinem Segen. Amen.

In diesem Sinn einen schönen und gesegneten Abend Euch und Ihnen allen!


zur Startseite

[Counter]