Palmsonntag 2020

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05.04.2020
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Übersicht:
Video zum Palmsonntag
Video der Schriftlesung
Text der heutigen Andacht
Lieder zum Palmsonntag
Gebete

Andachten bitte Verteilen




Palmsonntag



Schriftlesung

Hier als Audio:



Liebe Menschen in Fränkisch-Crumbach!

Heute feiern wir Palmsonntag. Er erinnert an den Tag, als Jesus und seine Jünger nach Jerusalem einzogen. Eine denkwürdige Prozession: Jesus auf einem Esel und seine Jünger, an der Straße Menschen, die Hosianna rufen und Palmzweige schwenken, manche haben ihre Übermäntel auf den staubigen Weg gelegt in Ermangelung eines roten Teppichs. Jesus ging diesen Weg, obwohl er wusste oder zumindest ahnte, wohin ihn dieser Weg führen würde.

Wir gehen in diesen Tagen unseren Weg ohne zu wissen, wohin er führen wird. Das ist das Neue an unserer Situation: Eine unsichtbare Gefahr macht uns Angst. Wir kennen sie nicht, wir wissen nicht, wie gefährlich sie wirklich ist. Menschen werden krank, Menschen sterben. Wie werden wir durch diese Zeit kommen? Wenige sprechen es aus, aber da sind große Ängste: Werde ich selber gesund bleiben und wenn ich krank werde, kann ich es überstehen? Was ist mit den Menschen, die mir wichtig sind, die ich lieb habe. Werden sie gut durch diese Zeit kommen? Werden wir uns alle wiedersehen, wenn es vorbei ist - oder werden Menschen fehlen, die zu unserem Leben gehören: Freunde, Nachbarn, Mitbürger? Wie lange werden wir aushalten müssen? Das Frühjahr, der Sommer, der Herbst am Ende auch? Und dann? Werden die Menschen wieder sein wie vorher? Wird sich unsere Gesellschaft verändern? Was ist mit unserer Freiheit? Wann bekommen wir sie zurück?

Fragen über Fragen.

Aller Angst zum Trotz: So viel Positives in diesen Tagen. Nicht mehr dahingesagt, wenn eine dem andern ,Gesundheit' wünscht. Menschen, die mehr Zeit haben als zuvor, fangen an, etwas für andere zu tun. Gesichtsmasken nähen. Einkaufen für andere. Musik machen aus dem Fenster oder im Internet. Beim Blutspenden ist der Andrang so groß, dass nicht alle drankommen. Menschen isolieren sich freiwillig, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen. Familien haben Zeit füreinander.

Ich glaube ich täusche mich nicht, dass Mitgefühl und Solidarität gewachsen sind. Da ist so eine gewisse Wärme und Nähe.

Nicht bei allen, das ist klar. Es gibt auch die anderen, denen ihre Mitmenschen gleichgültig sind und die nicht bereit sind, einige Zeit zurückzustecken. Denen es nur darauf ankommt, möglichst komfortabel das Beste für sich herauszuholen. Die ihr Geschäft mit der Not anderer machen.

So ist es doch immer: Wir können uns entscheiden, welchen Weg wir gehen wollen. Es steht uns frei, das Gute und das Richtige zu tun oder eben nicht. Wir können den bequemen Weg nehmen oder wir können auch mal etwas opfern - Zeit oder Kraft. Wir können unsere Phantasie nutzen für ein neues Zusammenleben oder wir können sie nutzen nur zum eigenen Nutzen. Auch in der Zeit der Pandemie können wir das alles tun.

Jesus hat eine klare Entscheidung getroffen. Er ist seinen Weg gegangen. Es war sein Weg. Unsere Wege werden andere sein. Wir müssen uns nur führen lassen und uns zeigen lassen, wohin es geht und wo es richtig und gut ist. Die Lieder, die ich für diesen Sonntag ausgesucht habe, helfen dabei - so hoffe ich. Gehalten und getragen werden, behütet sein, geführt werden. Davon erzählen sie und sich darauf einzulassen, machen sie Mut.

Ich freue mich auf unser Wiedersehen. Bleiben Sie gesund!




Andachten bitte Verteilen



Damit sie mitlesen oder mitsingen können, habe ich in dieser Woche hier den Text der Lieder, welche Johannes Würmseer auf der Trompete spielen wird:

1. Halte zu mir, guter Gott, heut den ganzen Tag.
Halt die Hände über mich, was auch kommen mag.
Halte zu mir, guter Gott, heut den ganzen Tag.
Halt die Hände über mich, was auch kommen mag.

2. Du bist jederzeit bei mir. Wo ich geh und steh,
spür ich, wenn ich leise bin, dich in meiner Näh.
Halte zu mir, guter Gott, heut den ganzen Tag.
Halt die Hände über mich, was auch kommen mag.

4. Meine Freude, meinen Dank, alles sag ich dir.
Du hältst zu mir, guter Gott, spür ich tief in mir.
Halte zu mir, guter Gott, heut den ganzen Tag.
Halt die Hände über mich, was auch kommen mag.


1. I am sailing, I am sailing home again ,cross the sea.
I am sailing stormy waters to be near you, to be free.
Ich segle nach Hause über das Meer. Ich durchquere Sturm und Wellen,
um dir nahe zu sein, um frei zu sein.

2. I am flying, I am flying, like a bird ,cross the sky.
I am flying passing high clouds, to be with you, to be free.
Ich fliege wie ein Vogel am Himmel, ich fliege durch die höchsten Wolken,
um dir nahe zu sein, um frei zu sein.

3. Can you hear me, can you hear me, thro' the dark night far away.
I am dying, forever trying, to be with you who can say.
Kannst du mich hören durch Nacht und Dunkel, so weit weg.
Ich sterbe und bin immer am Weinen, nur um bei dir zu sein! -
Wer könnte das schon sagen?

4. We are sailing, we are sailing, home again ,cross the sea.
We are sailing stormy waters, to be near you, to be free.
O Lord, to be near you, to be free.
Wir segeln nach Hause über das Meer.
Wir durchqueren Sturm und Wellen, um dir nahe zu sein, um frei zu sein.
O Gott, um dir nahe zu sein, um frei zu sein.


May the Lord send angels to guide you on your way.
May his love surround you, day by day.
May the Lord send angels to save you from the night,
wrap his arms around you and hold you tight.

01. Touch me Lord, I need to feel your love.
Touch me with your blessings from above.
When my mind gets tired and weary,
and I seem to lose my sight.
Help my heart believe that you're still by my side.
May the Lord send angels .

2. Touch me Lord, I need your helping hand.
Touch me Lord, I need to understand,
why my feet get tired an weary,
and I seem to lose my way.
Send your angels down, don't let me go astray.
May the Lord send angels.


Gott sende seine Engel, dass sie dich geleiten,
seine Liebe umhülle dich Tag für Tag,
Gott sende seine Engel, dass sie dich vor dem Dunkel behüte,
er schließe dich fest in seine Arme.

Berühre mich Gott, ich muss deine Liebe spüren.
Berühre mich mit deinem Segen.
Wenn ich müde und niedergeschlagen bin und nicht mehr klar sehe,
dann lass mein Herz glauben, dass du fest an meiner Seite bist.

Berühre mich, Gott, ich muss deine Hand spüren.
Stoß mich an, damit ich merke, was mir die Kraft nimmt
und mich vom Weg abbringt.
Sende Engel, dass ich nicht verloren gehe.










Wollen Sie beten? Dann vielleicht so:

Kannst du mich hören, Gott?
Dann höre mich, jetzt, wenn ich bitte:
Für alle, die wir lieben. Wie werden sie diese Woche bis Ostern verleben? Was tun sie gerade?
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Für alle, die in diesen Zeiten noch einsamer sind.
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Für alle Kranken. Und alle Alten in den Heimen, die keinen Besuch haben können.
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Für alle, die helfen, die sich und ihre Kraft und ihre Gaben füreinander einsetzen.
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Für alle, die bis an ihre Grenzen gehen, um anderen beizustehen.
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Für mich.
- - -
Lass mich spüren, dass du da bist, Gott. Ich brauch das jetzt.


Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Und segne uns, Gott.
Lass Freundlichkeit über und aus uns leuchten.
Bewahre uns im Frieden. Amen.


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