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Zum zweiten Montagsgespräch in der Reihe 60 Jahre nach Kriegsende kamen trotz der großen Hitze über 25 Crumbacher Bürgerinnen und Bürger, evangelische sowie katholische, Zugezogene und Einheimische in das Evangelische Gemeindehaus. |
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Pfarrer Armin Mohr hatte wieder die Moderation übernommen und musste dabei auch mehrfach mit seiner Glocke die lebhaften Diskussionen wieder in für alle verständliche Bahnen leiten. |
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Zunächst berichtete Helmi Bemb wie sie am 27.November 1946 aus Nordmähren kommend in der Allee bei Familie Born eine Unterkunft fanden, |
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Otti Born-Hauenstein erläuterte die beengten Verhältnisse in ihrem Haus. In ein einzelnes Zimmer zog eine Familie mit 8 Kindern ein. |
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Frau Anni Konrad wurde
schon 1944 zunächst von ihren Eltern getrennt und ins
Riesengebirge evakuiert. Die Rückkehr 1945 nach
Böhmen endete dann im Mai 46 in einem Lager, von wo aus sie
ausgesiedelt wurden. Im Wasserloch kamen sie mit 10 Personen in 2 kleinen Zimmern mit zwei Betten unter. |
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Emma Hörning erinnerte daran, dass die Häuser nicht als Mietshaus geplant waren. Dennoch mussten sie zunächst vier "Ausgebombte" und später eine "Flüchtlingsfamilie" bis 1958 beherbergen. |
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Max Schubert war wie
alle Vertriebenen zunächst einige Zeit in der Goetheschule in
Dieburg einquartiert. Einen Klassensaal mussten sich ca. 50 Personen teilen. Das spärliche Gepäck war unter einer Plane auf dem Hof gestapelt. Von Dieburg aus wurden die Familien auf die Dörfer im Gersprenztal verteilt. |
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Auch Anton Kowarsch wurde 1946 aus Aussig ausgewiesen und kam über Dieburg nach Fränkisch-Crumbach. Zusammen mit 4 Brüdern und der hochschwangeren Mutter bezogen sie einen Raum im Spritzenhaus. |
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den anschliessenden lebhaften Gesprächen wurde immer wieder
betont, dass das Verhältnis zwischen Einheimischen und
Zugereisten sich sehr gut entwickelte. Viele Freundschaften
wurden geschlossen. In einigen Fällen gab es zunächst
allerdings Vorbehalte wegen der katholischen Religion. Inge Weidmann betonte, dass wir heute stolz auf unsere gute evangelisch-katholische Dorfgemeinschaft sein können. Eine noch engere Zusammenarbeit, z.B. der beiden Kirchenchöre wurde einhellig begrüßt. |
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Bei den „Montagsgesprächen“ handelt es sich um einen offenen Austausch von Gedanken und Reflexionen zu aktuellen Fragen und Ereignissen, der für alle Interessierten offen steht. Dabei können konkrete Fragen zum jeweiligen Thema ebenso zur Sprache kommen wie dessen politische, ethische und religiöse Dimensionen. Die Veranstalter der Evangelischen Kirchengemeinde hoffen auf eine rege Beteiligung im Sinne einer offenen und lebendigen Gesprächskultur. Vorschläge für Themen künftiger „Montagsgespräche“ werde sie gerne entgegennehmen |
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